Dr. Astrid Mannes MdB (1. Reihe Bildmitte) mit der CDU-Delegation um den Landratskandidaten Uwe Pöppler (1. Reihe rechts) und Dirk Bamberger MdL (2. von links) wurden begrüßt durch die Regionalleiterin des BWHW Franzsika Richter (2. von rechts).
Dr. Astrid Mannes MdB (1. Reihe Bildmitte) mit der CDU-Delegation um den Landratskandidaten Uwe Pöppler (1. Reihe rechts) und Dirk Bamberger MdL (2. von links) wurden begrüßt durch die Regionalleiterin des BWHW Franzsika Richter (2. von rechts).
Marburg. Die CDU-Bundestagsabgeordnete Dr. Astrid Mannes besuchte im Zuge ihrer Sommertour jüngst das Bildungswerk der Hessischen Wirtschaft e.V. am Standort Marburg. Begleitet wurde sie dabei von zahlreichen Vertretern der CDU-Kreistagsfraktion Marburg-Biedenkopf rund um den heimischen Landtagsabgeordneten Dirk Bamberger. Insgesamt 72 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter setzen sich hier durch ein umfangreiches Angebot an Bildungs- und Beratungsdienstleistungen für die berufliche und gesellschaftliche Qualifizierung verschiedenster Zielgruppen ein.

Dr. Astrid Mannes, die im Bundestag Mitglied des Ausschuss für Bildung und Forschung ist und sich im Schwerpunkt um die Fragen von Alphabetisierung, Grundbildung sowie Weiterbildung kümmert, erhielt einen Einblick in verschiedene regionale Projekte. Besondere Augenmerk lag auf dem Projekt „Wirtschaft integriert“, dass das Bildungswerk im Auftrag des hessischen Wirtschaftsministeriums und in Kooperation mit dem Kreis-Jobcenter sowie der Agentur für Arbeit durchführt. Ziel ist es dabei, jungen Menschen mit Sprachförderbedarf in eine betriebliche Ausbildung zu integrieren. Die Teilnehmer, die überwiegend Flüchtlinge mit einer Aufenthaltsgestattung bzw. -erlaubnis sind, können hier je nach persönlicher Eignung in einem dreiphasigen Projektverlauf, begleitet durch sozialpädagogische Angebote und intensive berufsorientierte Sprachförderung, den Weg in eine geregelte Ausbildung und Berufsausübung bestreiten. Bisher liege die Erfolgsquote zwischen 60 und 75 Prozent, wie die Vertreter des Bildungswerks zu berichten wussten.
 
Zwei weitere Projekte wurden vorgestellt: „Rettet die Pflege“, welches als Berufseinstiegsqualifikation in Kooperation mit dem Deutschen Roten Kreuz jungen, teils minderjährigen Menschen, den Erwerb pflegerelevanter Grundlagen ermöglicht und mit der Qualifizierung zum Rettungssanitäter oder zur Betreuungskraft endet. Das „Coaching für Bedarfsgemeinschaften“ dagegen richtet sich an erwerbslose Leistungsberechtigte in der Konstellation einer Bedarfsgemeinschaft, denen aufgrund der Erfolglosigkeit in anderen Maßnahmen kaum andere Wege offen stehen. Ziel ist hier die Steigerung der beruflichen Leistungsfähigkeit sowie der Abklärung der beruflichen Perspektiven. Erwachsene Mitglieder der Bedarfsgemeinschaft sollen für den Arbeitsmarkt aktiviert werden bei gleichzeitiger sozialpädagogischer Begleitung, um die Alltagsorganisation zu verbessern und Grundlagen für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu legen.
 
Dr. Mannes zeigte sich beeindruckt vom breiten Angebot: „Das Bildungswerk berät und qualifiziert nicht nur Arbeitgeber und Arbeitnehmer sowie Auszubildende sondern auch Menschen, die in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt integriert werden sollen. Die Nähe zu den Betrieben vor Ort und die institutionelle Verbundenheit mit den regionalen Arbeitgeberverbänden ermöglicht auf vielfache Weise eine Qualifizierung der Schwachen in unserer Gesellschaft. Gerne möchte ich mich im Bund weiter dafür einsetzen, dass solche zielgenauen und flexibel auf die Lebenssituation der Zielgruppen angepassten Angebote weiterentwickelt werden können.“
 

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